Die Whiskey-Rebellion
Tee ist untrennbar mit dem amerikanischen Unabhängigkeitskampf verbunden!
Aber Whiskey war der erste Prüfstein für die Stärke der neuen Bundesbehörde: Die so genannte Whiskey-Rebellion von 1794 begann mit der Weigerung einiger Farmer, Steuern zu zahlen, und endete mit dem Aufmarsch von 13.000 Milizionären.
Der Grund für die Whiskey-Rebellion
Als die neue amerikanische Nation 1789 geboren wurde und 11 Staaten die Vereinigten Staaten gegründet hatten, musste sie aufgrund der aus dem Krieg resultierenden Staatsverschuldung mit finanziellen Problemen fertig werden. Alexander Hamilton, Finanzminister, schlug im Januar 1791 eine Verbrauchssteuer auf „in den Vereinigten Staaten destillierten Branntwein und zur Aneignung desselben“ vor. Der Kongress verabschiedete das Gesetz mit den Stimmen der Föderalisten, obwohl es auch Widerstand von Seiten der Anti-Föderalisten wie z. B. Thomas Jefferson gab.
Für die großen Destillerien im Osten stellten diese Steuern kein großes Problem dar. Die Steuern basierten auf der Kapazität der Brennblasen, nicht auf der produzierten Menge. So waren die 6 Cent pro Gallone, die die Brennereien mit großen Brennblasen zu zahlen hatten, eine Bagatelle im Vergleich zu den 9 Cent pro Gallone für die Bauern mit kleinen Brennblasen, aber auch nur eine geringe Menge an Alkohol. Die großen östlichen Brennereien hatten keine großen Transport- und Produktionskosten und konnten ihre Produktion steigern.
Bei den kleinen landwirtschaftlichen Brennereien war die Situation anders: Das Destillieren war für die Bauern nicht nur eine nette Nebensache: Aufgrund der geografischen Lage, die durch die Allegheny Mountains vom Osten getrennt war, hatten sie große Probleme, ihr Getreide zum Markt zu transportieren. Es war eine viel wirtschaftlichere Lösung, das Getreide zu destillieren und es als Whiskey zu verkaufen. Die Farmer im westlichen Teil Pennsylvanias empfanden die Verordnung als ungerecht und weigerten sich, die Steuern zu zahlen.
Der Widerstand und die Miliz
Die erste Zusammenkunft von Bauern im Redstone Fort im Juli 1791 markierte den Beginn eines organisierten Widerstands. Die Bauern weigerten sich nicht nur, die Steuern zu zahlen, sondern begannen, die Eintreiber zu demütigen. Und sie gingen sogar noch weiter: Sie überfielen und misshandelten sie; das Teeren und Federn war eine beliebte Methode. Widerstand und Aufruhr hielten über die nächsten Jahre an, und alle Proklamationen und sonstigen Versuche Washingtons und seiner Regierung brachten keine Beruhigung der Lage. Im Juli 1794 brach offene Gewalt aus, als sich etwa 400 Rebellen in der Nähe von Pittsburgh versammelten und das Haus des regionalen Steuereinzugsleiters in Brand setzten. Die Antwort George Washingtons bestand darin, die Miliz von Pennsylvania, Maryland, New Jersey und Virginia zusammenzurufen. 13.000 Mann unter dem Kommando von General Lee, dem Gouverneur von Virginia, die von Hamilton und Washington selbst unterstützt wurden, zogen nach Westen.
Als die Miliz im November 1794 Pittsburgh erreichte, war alles vorbei: Die Rebellen hatten sich zerstreut. Etwa 150 Männer wurden verhaftet und verhört, aber nur 2 Männer wurden des Hochverrats für schuldig befunden. Selbst sie wurden später von Washington begnadigt.
Die konsequente und machtvolle Demonstration der Stärke der Bundesregierung durch die Entsendung von Milizen, die fast so zahlreich waren wie die Armee im Unabhängigkeitskrieg, hatte Wirkung gezeigt. Im Keim erstickt - die Whiskey-Rebellion war vorbei.
Nebenbei bemerkt: Die Whiskey-Steuer wurde 1802 von Präsident Thomas Jefferson abgeschafft.









